Steckbrief
- Herkunft
- Australien
- Größe
- 18-22 cm
- Gewicht
- 30-40 g
- Lebenserwartung
- 8-12 Jahre
- Häufigkeit
- verbreitet
- Ausstellungs-Klasse
- Ja
- Größenklasse
- klein
- Sprachbegabung
- Mittel
- Vererbungsmodus
- geschlechtsgebunden rezessiv
- Anfänger-geeignet
- Ja
- Homozygot letal
- Nein
- Häufige Gesundheitsrisiken
- Tumore, Atemnot
- Zuchtverband
- BJV
- Lebenserwartung
- 7 Jahre
Über die Rasse
Herkunft & Geschichte
Die ersten Albino-Wellensittiche wurden in den 1930er Jahren gezüchtet, mit der ersten dokumentierten Mutation um 1932. Diese Vögel stammen von der Stammform des Wellensittichs, die in Australien beheimatet ist. Die Zucht von Albino-Wellensittichen hat sich seitdem weltweit verbreitet, und sie sind heute eine beliebte Farbvariante in der Heimtierhaltung.
Genetik der Mutation
Der Albino-Wellensittich ist das Resultat einer geschlechtsgebunden rezessiven Mutation. Das verantwortliche Gen ist als c (Albino) bekannt. Da es sich um eine rezessive Eigenschaft handelt, müssen beide Elterntiere das Gen tragen, damit Nachkommen mit Albino-Erscheinung entstehen. Diese Vögel zeigen keine Melanin- oder Lipochrom-Pigmentierung, was zu ihrem charakteristischen Aussehen führt.
Anatomie & Körperbau
Albino-Wellensittiche sind in der Größe und im Körperbau mit der Wildform vergleichbar. Sie erreichen eine Körperlänge von etwa 18 bis 20 cm und wiegen zwischen 30 und 40 g. Ihr Gefieder ist rein weiß, und sie weisen rote Augen auf, was sie von anderen Farbvarianten unterscheidet. Die Schnabelform und die Körperproportionen sind identisch mit denen der Wildform.
Standard nach BJV/WBO
Bei Zuchtschauen werden Albino-Wellensittiche nach dem Standard des BJV und WBO bewertet. Kriterien sind unter anderem die Gefiederfarbe, die Augenfarbe sowie die Körperhaltung. Ein reines, gleichmäßiges Gefieder und eine gesunde Körperhaltung sind entscheidend für eine hohe Bewertung.
Erkennung: wie unterscheidet man von ähnlichen Rassen
Albino-Wellensittiche sind leicht an ihrem weißen Gefieder und den roten Augen zu erkennen. Im Vergleich zu anderen Farbvarianten wie dem Lutino (gelbes Gefieder, rote Augen) und dem Wildtyp (grünliches Gefieder, schwarze Augen) sind sie eindeutig unterscheidbar. Zudem haben sie keine Pigmentierung, was sie von anderen Mutationen abhebt.
Temperament & Verhalten
Albino-Wellensittiche sind für ihr freundliches und geselliges Wesen bekannt. Sie sind lebhaft und neugierig, was sie zu idealen Haustieren für Anfänger macht. Ihr Sozialverhalten ist stark ausgeprägt; sie fühlen sich in Gesellschaft anderer Wellensittiche am wohlsten. Diese Vögel haben ein gewisses Talent zum Sprechen, wobei ihre Fähigkeit, Worte zu lernen, von Individuum zu Individuum variiert. Sie sind in der Regel zutraulich und können eine enge Bindung zu ihren Haltern aufbauen.
Pflegehinweise
Die Haltung von Albino-Wellensittichen erfordert einige spezielle Pflegehinweise. Sie benötigen einen geräumigen Käfig oder eine Voliere, die ausreichend Platz für Flugmöglichkeiten bietet. Die Käfiggröße sollte mindestens 80 cm x 50 cm x 50 cm betragen. Bei der Gefiederpflege ist darauf zu achten, dass sie regelmäßig gebadet werden, um die Federn gesund zu halten. Albino-Wellensittiche sind häufig lichtempfindlich, daher sollte direkter Sonnenlichteinfall vermieden werden, um Augenschäden zu verhindern. Zu den häufigen rassetypischen Krankheiten gehören Atemwegserkrankungen und Tumore, weshalb regelmäßige Tierarztbesuche empfohlen werden. Ihre Ernährung sollte ausgewogen sein, bestehend aus hochwertigem Wellensittichfutter, frischem Obst und Gemüse. Es wird empfohlen, Albino-Wellensittiche in Gruppen zu halten, um ihr Sozialverhalten zu fördern.